VarIABLE VIRTUreaALITÄT

http://galerie5020.at/programm/variable-virtureaalitat

„Die Ausstellungsreihe unter dem Titel „V(ar)iable Virtu(re)alität“ wagt einen medienarchäologischen Blick auf das Vexier(-spiel) unseres Gedächtnisbegriffes. Neue Technologien verlieren sich nicht in einem metaphysischen Begriff von Erinnerung, sondern erfassen Gedächtnis auf der operativen Ebene (Programme). Der klassischen Verschlagwortung des Archivs setzte man den technischen Speicher mit elektrischen Impulsen entgegen, der keine Differenz zwischen Vergangenheit und Gegenwart kennt. Das primäre Ziel des Speicherns wich einer permanenten Übertragung, einem Zwischenspeicher, ohne tatsächliche Spuren zu hinterlassen.“

Was geschieht, wenn Erinnerung beliebig verfüg-, abhör-, anseh- und versetzbar wird?
Wenn die Gegenwart ein mise en abîme der eignen Zeit wird, selbst in die Epoche der technischen Reproduzierbarkeit getreten?

(Wolfgang Ernst, Das Gesetz des Gedächtnisses, Berlin 2007)

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